2011-12-05: Gegensprechanlage

-- JohannKlasek 2011-12-12 14:28:01

Die Gegensprechanlage war wieder ausgefallen. Nachdem dieser Zustand endlich während einer Arbeitswoche eingetreten ist, um die beauftragte Firma für die Analyse/Reparatur zu kontaktieren, folgendes durchgeführt:

  1. Das Steuergerät im E-Zählerraum (LEDs!) fotografiert (das sonst immer leuchtende LED leuchtet auch beim Ausfall kontinuierlich weiter - kein Anzeichen, dass die Anlage abgestürzt ist).
  2. Foto und kurzen erklärenden Text an Hrn. Jawari per MMS gesendet.
  3. Telefonat mit Hrn. Jawari. Fa. TCS, dem Hersteller der Gegensprechanlage, um ihn zu benachrichtigen, dass der Fehler aufgetreten ist. Bei diesem längeren Gespräch wurde einiges durchdiskutiert, zusammengefasst:

    1. Anhand der Kontroll-LED am Steuergerät ist von keinem unmittelbarem Fehler bzw. Kurzschluss auf der Bussleitung auszugehen - das würde das Gerät anzeigen.
    2. Es scheint sich eher um eine Überlastung zu handeln. Es scheint die Spannung (24V zu fehlen, denn die Innenstationen in der Wohnung sind nicht mehr versorgt und weshalb des Leuten der Glocke nicht mehr funktioniert). Eventuelle bricht die Spannung zusammen (am Steuerbus). Das Steuergerät hat nämlich eine Funktion, dass bei einer Überbelastung, die Gerät den Stromkreis stilllegt. Siehe auch Details. :(

    3. Erste Ansätze zu Analyse wären gewesen, festzustellen auf welchem Strang (es gibt 3) der Ausfall stattfindet. Eventuell muss man dann schrittweise gewisse Wohnungsgruppen auskoppeln, um vielleicht den kritischen Bereich zu lokalisieren (könnte auch eine Innenstation sein). Bei dem aktuell vorliegenden Fehlerbild, scheint das aber nicht unbedingt zielführend zu sein ... :(

    4. Die Empfehlung, die er gab, war das Steuergerät zu tauschen (ca. EUR 270,- exkl. MwSt.), nach 8 Jahren und dieser Belastung sei das nicht ungewöhnlich.
      Ich hinterfragte das insoweit, als diese Ausfälle sich erst mit Juli dieses Jahres manifestiert haben. Das die Anlage "altert"? Ja, aufgrund der Belastung schon, weil die Anlage falsch angeschlossen ist (d.h. die Innenstationen sind nicht auf die vorhandenen Busleitungen gleichverteilt). Das kann zu Überlastung der Busleitungen führen. Überhaupt sei die ganze Installation sehr seltsam, um nicht zu sagen falsch.

    5. Hr. Jawari, seinen Angaben nach seit 2004 bei der Firma und dieser, unserer Anlage zugeteilt, hat schon damals feststellen müssen, dass die Anlage beim Bau der Anlage nicht korrekt angeschlossen wurde. Im Zuge von Fehlerbehebungen, wo er hinzugezogen wurde, ist dies aber nicht gleich gemeldet bzw. dokumentiert worden, zumal sich die installierende Firma bereits während des Baus im Konkurs befand. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass dies eigentlich ein Mangel schon in der Gewährleistung gewesen sein müsste und zu beheben gewesen wäre. Er meinte, er habe das dann später schon gesagt (2005 oder 2006), was ja eigentlich auch noch in der Gewährleistungszeit gewesen wäre und für die der GeneralUnternehmer eigentlich gerade stehen müsste (dafür gäbe es ja entsprechende Haftungsrücklagen der beauftragten Firmen). Mitunter ein Fall für eine eine anwaltliche Behandlung. ;)

    6. Ich fragte, dann was den der Tausch des Steuergerätes bringt, denn die grundsätzliche Falschmontage wird ja dadurch nicht behoben bzw. beseitig. Nach einer Behebung ist ja danach das neue Gerät erneut wieder so belastet, dass wieder bald die Gefahr besteht, dass es ausfällt. Das Risiko besteht, räumte auch Hr. Jawari ein. Man könne nicht sagen, wie lange das neue Steuergerät wirklich hält. :o

    7. Alternativen: Es gäbe laut Hr. Jawari auch Installationen, wo man sich mit einer Zeitschaltuhr behilft, die die Anlage regelmäßig aus- und wieder einschaltet. Nicht sonderlich elegant, mitunter aber auf dauer besser. Dennoch kann sich der Anlagenzustand später noch weiter verschlechtern bzw. das Ausfallintervall bedeutend kürzer werden.
    8. Weiters gab ich noch an, dass ja doch eine gewisse "Affinität" zwischen Ausfälle und feuchtem Wetter herrscht. Die Feuchtigkeit kann freilich die Übergangswiderstände bei Kontakten, bei der Verkabelung verkleinern und damit die Belastung der Busleitung so erhöhen, welche schlussendlich wieder zum "Spannungsausfall" führen können. Das wollte er nicht explizit ausschließen. Man könne das nur beheben, indem man die gesamte Anlage (die Innenstation richtig verkabelt und am Zentralsteuergerät anschließt).
    9. Hr. Jawari schilderte noch das Leid mit der Verwaltung bzw. in dieser Angelegenheit überhaupt, da er als Kundenbetreuer der TCS eigentlich immer zum Handkuss kommt, weil die Ausfälle jetzt immer dem Hersteller zu Last gelegt werden, aber ursächlich mit der installierenden Firma zusammenhängen.

    10. Die Vorortbesichtigung und in weiterer Folge die Montage eines neuen Gerätes sei erst im Jänner möglich, weil der Dez. völlig ausgebucht ist. :(

Fazit:

  1. Behebung:
    1. Tausch des Steuergerätes kostet über EUR 300,- :(

    2. oder Zeitschaltuhr dazu, mit regelmäßigen Reset -> Trotzdem können immer wieder Ausfallfenster entstehen (je nach Intervall des Resetvorgangs).

  2. Frage: Gewährleistungsanspruch/Kulanz?
  3. Dauerhaftigkeit der "Reparatur" bzw. wie lange hält das neue Gerät? Unbestimmt - keine Garantie.
  4. Behebung frühestens im Jänner 2012 (ab 2. oder 3. Woche).

Aktionen:

  1. Zwischenzeitlich bat er uns die Anlage bei Ausfall weiterhin zu resettieren.

  2. Ich kündigte an, mit der HausVerwaltung Rücksprache zu halten bezüglich den Informationen, die er hier offenbart hat, um den weiteren Weg abzuklären.

Weitere Informationen:


































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